Ein Tag auf See - Whitsunday Islands

Pünktlich um 6:45 wurden wir am Hotel abgeholt. Da wir ebenfalls pünktlich unten waren, kam gleich die Frage auf: Are you German? Die Tugend Pünktlichkeit schient sich auch bis Australien herumgesprochen zu haben :-)

Nachdem wir noch ein paar weitere Gäste eingesammelt haben, ging es runter zur Abell Point Marina, wo wir auf Amy und Grob, den Skipper warteten.

Nachdem alle Gäste da waren, ging es dann auch schon auf die Providence.



Wie man am Himmel sieht, war kein strahlender Sonnenschein, aber es hat zum Glück auch nicht oder sagen wir nur sehr wenig geregnet. Was aber auf jeden Fall da war das war Wind, und der mit Geschwindigkeiten von 30-35 Knoten, was ungefähr Windstärke 7-8 entspricht. Daher sind wir auch die meiste Zeit mit Motor gefahren und ohne Segel. Wir saßen alle an Deck und haben uns dort festgehalten. Das Wasser, was uns unaufhaltsam entgegen spritze war angenehm warm, nur das Salz brannte doch recht heftig in den Augen. Die Wellen hatten anfangs unter Land ca. 1,5 - 2 Meter höhe, als wir dann ohne Inseln oder Land fuhren, wurden die Wellen auch nochmal deutlich größer. 

Das Bild zeigt nur annähernd wie es wirklich war, aber wir wollten auch nicht riskieren, unsere Handys zu verlieren und von daher hatte ich meins sicher in meiner klitschnassen Badehose verstaut. Gut das iPhones mittlerweile Wasserdicht sind.


An der Ostseite von Whitsunday Island (der Hauptinsel der gesamten Inselgruppe) haben wir dann windgeschützt ein Segel gesetzt. 



Danach dann ging es durch die schmale Passage zwischen Hook Island und Whistunday Island. Das war wirklich heftig. Der Wind kam direkt von vorne, die Wellen waren deutlich höher, ich schätze 3-3,5 Meter, gerne auch höher. Der alte Schooner lag die ganze Zeit super im Wasser, auch wenn es manchmal heftig schlingerte. 

Nach der Passage wurde es dann endlich ein wenig ruhiger und wir ankerten an einer Landzunge vor dem Whitehaven Beach. 


Vom Schooner ging es dann per kleinem Schlauchboot an Land. Die Option Schnorcheln wurde im Vorfeld aufgrund der aufgewühlten See schon vom Skipper und der Crew verworfen. Baden war aber Möglich. Dazu hatten alle Stingersuits bekommen, um uns vor den Fangarmen der Würfelquallen zu schützen. 

Dann ging es einen kleinen Fußmarsch über die Landzunge und an den Whitehaven Beach. Wie gesagt, leider war es recht bedeckt, aber ohne Sonnenbrillen war es auch so schon extrem hell an dem Strand. Der Sand ist superfein und nahezu weiß. Was diesen Strand zu einem der Schönsten der Welt macht. 



Wirklich gebadet haben wir aber nicht, nass waren wir ja schon von der Überfahrt. Aber mit den Füssen waren wir dann auch in der lauwarmen Coral Sea. Und da heute ja Heiligabend ist, haben wir dann auch die Selfies in entsprechendem Outfit geschossen.



Nach dem Strand sind wir dann noch zu dem mehretagigen Lookout gewandert. Dazu ging es wieder auf den Bergrücken der Landzunge und nach links weg. Auf dem Weg hat man hier Grass Trees stehen sehen. Ähnlich unserer Lampenputzer Schilfrohre. Nur das diese viel größer sind und bis zu 600 Jahre alt werden können. Dabei entwickeln sie einen richtigen Stamm aus dem dann oben langes Gras und an der Spitze ein überdimensionaler Rohrkolben wächst.  


Der Lookout war übervölkert von anderen Touristen wie uns, die aber dann mit den Speedbooten von Airlie Beach hier rüber gepeitscht sind. Aber der Blick von hier oben war schon schön, wie wäre das bloß mit Sonnenschein...



Nach den Lookouts ging es dann wieder zurück an den Abholpunkt. Der Wind hatte sich mittlerweile ein wenig gelegt, was auch gut war. An Bord gab es dann noch ein Mittag essen und dann sind wir auf der anderen Seite der Hook Insel wieder Richtung Marina gefahren. Die See war mittlerweile wirklich viel ruhiger, wir sind quasi auf den Wellen gesurft, auch wenn uns gelegentlich größere Wellen eingeholt haben und das Boot von hinten mit Spritzern versorgt hatten.




Im Grunde kann ich froh sein, das die Sonne nicht ganz so brutal geschienen hat. Trotz Sonnenschutz Faktor 50+ und mehrfachem eincremens habe ich mir einen prächtigen Sonnenbrand geholt. Vor allem auf dem Spann und an den Oberschenkeln. Aber Schatten gab es leider recht wenig an Board und die Tour fanden wir beide sehr schön und gelungen.

Als wir gegen 17 Uhr dann wieder im Hafen eingelaufen sind, brachte uns das Shuttle zurück ins Hotel. Wir waren beide ziemlich geschafft und mussten erstmal das Salz aus unseren Klotten und vom Körper bekommen. Anschließend habe ich mich dick mit Aloe Vera aus Madeira eingerieben. Ich hoffe das hilft.

Wilde Experimente mit dem Abendessen wollten wir auch nicht eingehen, so sind wir dann im hoteleigenen Restaurant eingekehrt und haben mit Salat und Bier den Abend ausklingen lassen. 

Danach wurden dann nur noch Weihnachtsgrüße an die Freunde in aller Welt verfasst und dann ging es echt früh ins Bett.

Und morgen, am Weihnachtstag, haben wir tatsächlich nichts vor. Das wird ein ganz ruhiger im Hotel.

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