Atherton Tablelands

Heute ging es in die Atherton Tablelands. Eine Gegend, in der Andreas auch noch nicht mit dem Auto war. Und tatsächlich, es ist eine völlig andere Landschaft, ohne Regenwald. Jedenfalls Teilweise. Aber bis wir in den Tablelands waren, brauchte es einige Zeit

Unser erster Stop führte uns an einen Lookout nahe Kuranda. Kuranda selbst ist noch mitten im Regenwald. Hier führt eine der Top Attraktionen von Australien über die Gipfel des Regenwaldes. Eine sehr lange Seilbahn. Das war uns aber zu Touristisch, außerdem hatte Andreas das von Jahren schon gemacht, also sind wir mit dem Auto gefahren.


Ganz in der Nähe von Korunda sind wir zu den Barron Falls gefahren. Eigentlich ist ja Regenzeit und die Fälle sollten gut gefüllt sein, aber Fehlanzeige... Sah aber trotzdem ganz nett aus.


Anschließend ging es noch zu dem Wright Lookout um einen Blick auf die Umgebung zu erhaschen.


Dann sind wir weiter gefahren nach Mareeba. Wir hatten Kaffeedurst und wollten im Grunde nur einen Kaffee trinken, haben dann aber für nur 10 A$ pro Person (normalerweise 19 A$) den Eintritt in die Coffee Works bekommen. Hier wird Kaffee aus der Region vertrieben und noch viele weitere Kaffees. Außerdem gibt es ein sehenswertes Museum und wir konnten ca. 20 Sorten Kaffee probieren. Zusätzlich gab es noch verschiedene Schokoladen zum Kaffee und sogar ein Likör Tasting hätten wir in den 10 A$ mit drin gehabt, was wir aber aufgrund der noch vor uns liegenden Fahrtstrecke sein gelassen haben.




Voller Energie durch den vielen Kaffee sind wir dann zum Mount Hypipamee Nationalpark gefahren, wo es eine Krater und einen Wasserfall zu sehen gab. Der Krater war wirklich beeindruckend und passte auch nur mit einem kurzen Panoramabild Hochkant ins Foto.


Die Dinner Falls waren eher nicht so spannend, jedenfalls auf den ersten Blick. Ein Paar Meter den Rundkurs weiter kamen wir an einen Wasserfall mit Pool wo eine Frau auch direkt zum Baden reingesprungen ist. Das war uns zu diesem Zeitpunkt noch nichts. Also haben wir uns weiter auf den Weg gemacht.


Jetzt ging es weiter nach Millaa Millaa, einer Region, die uns ein wenig ans Allgäu erinnerte. Sehr viel grünes Buschland mit Kühen und tatsächlich ist es auch das Gebiet für Queensland, wo die Milchprodukte herkommen und auch hergestellt werden.


Auf dem Weg in den Ort und zu den Wasserfällen haben wir dann noch einen eher üblen gesellen über die Straße huschen sehen. Eine große schwarzbraune Schlange. Als ich mit dem Auto näher kam hat sie sich sogar aufgestellt und ist schneller geworden. Ich glaube, es war ein Taipan, eine der giftigsten Schlangen hier. Leider ohne Foto.

Millaa Millaa ist aber nicht nur wegen seiner Milchprodukte berühmt, sondern viel mehr wegen der gleichnamigen Wasserfälle. An denen führte kein Weg vorbei.


Leider waren wir nicht die Einzigen Besucher und so sah es dann auch aus. Eher wie in einem Freibad!


Die Strecke nach den Millaa Millaa Falls bot noch 2 weitere Wasserfälle. Und für den dritten hatten wir uns dann entschieden. Es war eine gute Wahl, wie sich herausstellte, denn am Ellinjaa Fall war außer uns niemand da und wir hatten den Wasserfall und den Pool für uns alleine.




Wir haben heute noch kein Tier des Tages vor die Linse bekommen. Und da in dieser Region Schnabeltier leben, wollten wir unbedingt ein Platypus sehen. Also ging es in einen Park wo wir erstmal einen Kaffee getrunken haben und in der Zeit auf die Ringerin gewartet haben.


Mit ihr sind wir dann zu dem Tazali See gegangen und haben auf die Schnabeltiere gewartet. Leider hat sich eins nur sehr weit entfernt gezeigt. Und das auch nur ganz kurz beim Auftauchen. Viel zu weit weg um es ganzer zu sehen. Unser Vorteil, wir brauchten keinen Eintritt zahlen. Wir werden es aber morgen auf dem Weg nach Townshill dort noch einmal vorbei schauen. Es sind wirklich super interessante Tiere, die einzigen Säugetiere der Welt, die Eier legen (stimmt nicht, der Ameisenigel auch, aber beide kommen nur in Australien vor).


Von Jazz der Rangerin haben wir noch ein paar andere Tipps bekommen, wo wir vielleicht die Chance haben noch einen zu sehen, aber das hat leider auch nicht geklappt. Aber ein anderer Tipp von Ihr hat uns zu dem heutigen Tier des Tages geführt. Ein Baumkänguruh. Ebenfalls komische Tiere, eine Mischung aus Opossum und Wombat. Dicker als normale Kängurus und dafür aber mit einem langen Schwanz. Sie haben krallen und können damit auf Bäumen klettern und dort auch springen. Aber sie essen auch graß und hüpfen dann, ähnlich wie ihrer bekannten Brüder und Schwestern.



Jetzt wurde es aber auch schon wieder Zeit nach Cairns aufzubrechen. Auf dem Rückweg ging es nur schnell an einer 500 Jahre alten Würge Feige vorbei, der Curtain Fig Tree Nationalpark beheimatet dieses Monströse Gewächs. Der Ursprüngliche Wirtsbaum ist schon lange verrottet und die Feige hat mit neuen Luftwurzeln und Querwurzeln sich ein beeindruckendes Plätzchen zum wachsen geschaffen.


Gegen 19 Uhr waren wir dann quasi vorm dunkel werden wieder zu hasse. Das Thermometer zeigte immer noch lauschige 36° und wir haben uns entschieden nur kurz zu duschen und dann mit dem Auto in einen Burger-Laden zu fahren.

Und der Burger war wirklich gut und endlich gab es auch mal ein anständiges großes Bier ;-)



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